Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

wissenschaftliche Erkenntnisse und eigene Fragen, Untersuchungen, Hypothesen, Theorien
Lomexii
Mitglied
Beiträge: 154
Registriert: 07 Mär 2017, 17:50
Geschlecht:

Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon Lomexii » 16 Apr 2017, 20:58

Kennt jmd das Buch? Hat es Vl. sogar gelesen?
Ich habe mir das Hörbuch gratis auf Audible runtergelassen . Gibt es glaub ich noch. Die Autorin gibt an mit abnehmmythen aufzuräumen und sagt das Buch richtet sich sowohl an übergewichtige , als auch normal gewichtige und auch untergewichtige. Gegen Ende geht sie auch auf Anorexie oder ähnliche Essstörungen ein und immer wieder wird etwas erwähnt.
Ich war nicht sicher wo das ganze rein passt. Da das Buch vollgestopft mit Studien ist, dachte ich es passt hier am besten.
Ich persönlich sehe das Buch sehr sehr kritisch und wuerde das gerne hier zur Diskussion stellen.
Die Autorin hat auch einen Blog, fuer diejenigen, die nicht direkt das Buch ansehen wollen. Leseprobe ist auf Amazon zu finden.

Sie redet sehr viel darüber wie der Stoffwechsel funktioniert etc. Allerdings finde ich kritisch, dass obwohl sie Psychotherapeutin ist, sie meiner Meinung nach zu wenig auf die psychische Komponente eingeht, die Überessen und "Unteressen" mit sich bringt.
Auch Aussagen wie "Ich habe nur 500 kcal gegessen und mein Stoffwechsel ging nicht kaputt" bleiben mit einem unguten Gefühl zurück , obwohl sie ärztlich begleitet wurde und sie es NICHT empfiehlt. Auch das Kapitel fuer Anorexie finde ich zu pauschal.

Ich lass das jetzt erstmal so stehen und warte, ob es jmd von euch kennt.

Vor kurzem hat ein Magersuechtiger sich auf ihrem Blog in einem Gastbeitrag geäussert. Bei Interesse einfach googeln.

Wenn das Thema in der Wissenschaftsecke falsch ist , bitte ich die Admins es zu verschieben.
Danke
Sternenseglerin
Mitglied
Beiträge: 12058
Registriert: 15 Feb 2008, 20:50
Geschlecht:
Alter: 30

Re: Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon Sternenseglerin » 26 Apr 2017, 11:31

Ich habe es gelesen und finde es naja… manche Aspekte finde ich gut, andere hingegen fragwürdig.
Ist aber schon lange her, dass ich es gelesen habe und ich kann es nicht mehr an Beispielen festmachen.
Lomexii
Mitglied
Beiträge: 154
Registriert: 07 Mär 2017, 17:50
Geschlecht:

Re: Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon Lomexii » 28 Apr 2017, 09:45

Ich hab nur das Hörbuch und finde paar Sachen auch fragwürdig...vorallem, da die Autorin selber angibt ohne kcal zählen ihr Gewicht nicht halten zu können. Klar is das ein Hilfsmittel...aber ich frag mich halt ob das dann auch schon Tendenzen zu einem leicht gestörtem Verhalten zeigt, oder zumindest ein nicht so tolles Vorbild fuer andere sein könnte. Sie ist. Nun ja. sehr schlank. Grade ein neues Foto gesehen :confused:
Benutzeravatar
angeleye
ehemaliges Team-Mitglied
Beiträge: 25472
Registriert: 13 Nov 2005, 22:28
Geschlecht:
Alter: 30

Re: Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon angeleye » 28 Apr 2017, 10:09

Ich kenn das Buch zwar nicht, denke aber, dass eine sehr schlanke Figur oft eben doch nur durch ein dauerndes Kaloriendefizit gehalten werden kann.
Ist halt die Frage, ob es für oder gegen ein gestörtes Verhalten spricht, wenn sie dauerhaft kcal zählt.

Ich hab da im Hinterkopf, dass wir Gestörten eben irgendwann nicht mehr explizit zählen, weil wir das automatisch im Blick haben.
Lomexii
Mitglied
Beiträge: 154
Registriert: 07 Mär 2017, 17:50
Geschlecht:

Re: Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon Lomexii » 01 Mai 2017, 06:15

angeleye hat geschrieben:Ich kenn das Buch zwar nicht, denke aber, dass eine sehr schlanke Figur oft eben doch nur durch ein dauerndes Kaloriendefizit gehalten werden kann.
Ist halt die Frage, ob es für oder gegen ein gestörtes Verhalten spricht, wenn sie dauerhaft kcal zählt.

Ich hab da im Hinterkopf, dass wir Gestörten eben irgendwann nicht mehr explizit zählen, weil wir das automatisch im Blick haben.

Auch wieder wahr.
Selbst wenn ich nicht zählen wollte...ich weiß es eh :D

Gibt ne Leseprobe auf amazon...mich würden Meinungen interessieren, weil ich finde sie schreibt sehr, nun ja harrsch. Sagt aber auch, dass sie sich sowohl an Normal-, als auch Über- aber auch Untergewichtige richtet. Also an alle.
Was auffällt ist, dass auf den psychischen Aspekt des Essens nicht eingegangen wird. Zumindest sehr wenig.
Auf der anderen Seite werden dann Studien ausgekramt, wo "Frauen mit einem BMI unter 19, dass geringste Risiko fuer Herzkreislauferkrangen haben". Ich weis nicht ob ich das gut oder gefährlich finden soll :kopfkratz:
BillieGirl
Mitglied
Beiträge: 6693
Registriert: 12 Jun 2008, 13:46
Untertitel: depressivesPartygirl
Geschlecht:
Alter: 28

Re: Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon BillieGirl » 04 Mai 2017, 11:05

Die Leseprobe bei Amazon besteht leider mehr aus den Quellen als aus dem Inhalt des Buches, aber naja. Ich kenne die Comics der Autorin von früher, habe ihren Blog lange gelesen, sie ist sehr direkt und sehr provokativ unterwegs glaube ich. Ich erinnere mich an die wütenden Kommentare nachdem sie mal schrieb "ich bin nicht dick weil ich schwere Knochen habe, ich bin dick weil ich für mein Leben gern Kuchen esse". Ohne das Buch gelesen zu haben ist es schwer was dazu sagen, aber vom Blog mochte ich ihre Art und auch die Grundidee dass wir uns selbst im Weg stehen mit dem was wir meinen zu wissen und mit den Wahrheiten an die wir glauben wollen.
Sie schreibt aber eben selbst als Betroffene und in dem was man lesen konnte ging es auch um das an was sie selbst geglaubt hat, die Studien die sie (als sie noch dick war) lesen und wahr haben wollte, nur weil sie nun ein Buch geschrieben hat das man kaufen kann, heißt das nicht dass sie völlig frei davon ist. Es gibt zu allem eine Studie, man muss nu die richtige Personengruppe auswählen und bloß die gewünschten Zusammenhänge betrachten, dann kann man doch quasi alles belegen.

Wie gesagt, hab das Buch noch nicht gelesen, aber vielleicht will sie den psychischen Aspekt nicht sehen, vielleicht stand der ihr beim Abnehmen im Weg oder irgendsowas. Sie wertet ja bloß Wissen aus das sie gefunden hat und für richtig hält.

Die Art mag ich trotzdem, ist eben ne sehr unbequeme Art, gerade wenn man es sich in seinem ich-kann-nicht-weil, ich-brauche-nicht-weil, bei-mir-funktioniert-das-nicht-weil schön gemütlich gemacht hat.
Benutzeravatar
Kamadamana
Mitglied
Beiträge: 1150
Registriert: 18 Dez 2010, 09:59
Untertitel: Buridans Esel
Geschlecht:
Alter: 33

Re: Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon Kamadamana » 16 Mai 2017, 10:44

Lomexii hat geschrieben:Auch Aussagen wie "Ich habe nur 500 kcal gegessen und mein Stoffwechsel ging nicht kaputt" bleiben mit einem unguten Gefühl zurück , obwohl sie ärztlich begleitet wurde und sie es NICHT empfiehlt.


Der Stoffwechsel geht auch nicht "kaputt", wenn man (auch längere Zeit) wenig isst. Das ist so ein ziemlich hartnäckiger Mythos. Was passieren kann, ist, dass durch den Verlust von Muskulatur während einer Diät der Grundumsatz am Ende stärker reduziert ist als es der bloße Gewichtsverlust erwarten ließe. Daher auch der bekannte "Jojo-Effekt", bei dem die Leute am Ende mehr wiegen als am Anfang. Mit einer "Zerstörung des Stoffwechsels" hat das aber nicht wirklich etwas zu tun.
Lomexii
Mitglied
Beiträge: 154
Registriert: 07 Mär 2017, 17:50
Geschlecht:

Re: Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon Lomexii » 16 Mai 2017, 22:18

Kamadamana hat geschrieben:
Lomexii hat geschrieben:Auch Aussagen wie "Ich habe nur 500 kcal gegessen und mein Stoffwechsel ging nicht kaputt" bleiben mit einem unguten Gefühl zurück , obwohl sie ärztlich begleitet wurde und sie es NICHT empfiehlt.


Der Stoffwechsel geht auch nicht "kaputt", wenn man (auch längere Zeit) wenig isst. Das ist so ein ziemlich hartnäckiger Mythos. Was passieren kann, ist, dass durch den Verlust von Muskulatur während einer Diät der Grundumsatz am Ende stärker reduziert ist als es der bloße Gewichtsverlust erwarten ließe. Daher auch der bekannte "Jojo-Effekt", bei dem die Leute am Ende mehr wiegen als am Anfang. Mit einer "Zerstörung des Stoffwechsels" hat das aber nicht wirklich etwas zu tun.

Daran zweifel ich auch gar nicht.. aber die niedrige Zahl über 3 Monate oder was das war...klingt halt einfach hart so als buch
Benutzeravatar
Kamadamana
Mitglied
Beiträge: 1150
Registriert: 18 Dez 2010, 09:59
Untertitel: Buridans Esel
Geschlecht:
Alter: 33

Re: Fettlogik überwinden-ein Buch voller Studien

Beitragvon Kamadamana » 18 Mai 2017, 15:03

Ach so, da stimme ich natürlich zu. Von seriösen Stellen bekommt man auch regelmäßig gesagt, dass 800kcal/Tag wirklich das Minimum sein sollten, auch wenn man ärztlich begleitet wird (was in dem Fall auch angebracht wäre). Und eine solche radikale Nahrungsbeschränkung sollte man auch nur eine begrenzte Zeit betreiben. Ich weiß aber nicht, ob von ärztlicher Seite 3 Monate noch akzeptiert würden.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast