die eigenen kinder schützen

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Invisible
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Invisible » 27 Mär 2013, 23:13

@arielle: ich habe dich nicht vergessen, bin aber so kaputt, dass ich jetzt nicht mehr wirklich "ordentlich" antworten kann. Melde mich aber morgen!
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Invisible
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Invisible » 28 Mär 2013, 19:34

So, nun habe ich endlich wieder etwas mehr Zeit. Das Thema ist bei mir ein großes, sodass ich bereits mehrere Antworten sehr detailliert verfasst, aber wieder gelöscht habe. Ich belasse es nun bei den folgenden Zeilen:

Vermutlich haben unsere Mütter bereits versucht, es mit uns Kindern besser zu machen als es bei ihnen war, würde ich sagen. Sie sind in einer Zeit aufgewachsen, die weitaus rauer war (gab es da überhaupt schon ein Kinder/Jugendschutzgesetz?) und auch die Lebensbedingungen an sich eher schwierig waren, wenn ich so an die
Nachkriegszeit denke...ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Mutter keine superschöne Kindheit hatte. Ich kann sie in manchen Punkten, sprich Verhaltensweisen, sogar ein bisschen verstehen, wenn man sich den Hintergrund der damaligen Zeit und der meiner Familie (das Wenige, das ich weiß...bei uns wird ja nicht geredet, sondern nur geschwiegen) betrachtet. Aber verzeihen kann ich ihr trotzdem nicht, was sie mir psychisch warscheinlich sogar zum Teil unbewusst so angetan hat.
Abfällige Kommentare, ständige Kontrolle (man hatte nie wirklich eine Privatssphäre) und ähnlich wie bei dir kamen immer so Sprüche wie "ogott, sie raucht, dann endet sie als Junkie...", es wurde alles ins Extreme hochdramatisiert, was ihr nicht in den Kram gepasst hat, was sie nicht gut fand. Es gab so viele seelische Verletzungen, von Kindesalter an bis auch heute noch sporadisch, wenn sie mal wieder ihre ganz bestimmte Laune hat (wo sie sich vermutlich selbst gerade wertlos fühlt und es mal wieder an jemand Schwächerem wie ihrem Kind auslassen muss, um sich besser und stärker zu fühlen).

Ich versuche auch so nach und nach (je nachdem, wie stark ich mich selbst gerade fühle) das alles aufzuarbeiten, alleine, was weitaus schwieriger ist, aber ich kann mich einfach niemandem anvertrauen, aus Angst, dass man mich missversteht/nicht richtig versteht, alles als "ach ist doch alles gar nicht so schlimm" abtut oder so. Ich stecke mittendrin in meinen Analysen meines Lebens, doch außer dass ich mehr verstehe passiert noch nicht.
Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Heute. Ich kann nur sensibel bleiben für meine eigenen Launen und sobald ich merke "oho, heute ist mal so gar nicht mein Tag", beschränke ich die Kommunikation mit meinem Kind auf das
Wesentliche sozusagen (also versuche, entspannte Spiele zu spielen oder Ähnliches, wo eben nicht viel Konfliktpotenzial entsteht) und es klappt ganz gut. Aber manchmal ist man eben doch überfordert...wir sind ja auch keine Maschinen...
Eigentlich könnte ich noch so sehr viel zu dem Thema schreiben, aber das würde sehr ins Detail gehen, Dinge, die ja auch hauptsächlich mich belasten und somit am eigentlichen Thema schon wieder vorbeigehen würden.

Ich kann nur wieder sagen: Ich wünsche dir viel Erfolg und auch wenn wir uns gar nicht kennen ;) bist du auf jeden Fall auf dem richtigen Weg und wirst bestimmt bald Fortschritte erzielen!

Liebe Grüße
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arielle
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von arielle » 28 Mär 2013, 22:49

ach ja, die panik, dass aus der tochter ein junki werden könnte, weil sie angefangen hat zu rauchen, die habe ich auch erlebt. so wie ungezählte andere paniken.

die angst, dass irgendetwas schlimmes passiert, die hat sich übertragen. ich hoffe mal, dass es nicht so absurde dinge sind wie obriges. aber so ein bisschen absurd ist es manchmal doch. sagt mein mann. und bei licht betrachtet kann ich es nachvollziehen. immerhin.

zu merken, dass es absurd wird und dann gegenzusteuern, dass ist wichtig und es geht. mit hilfe. mit dem kind im zweifel was entspanntes machen geht oft nicht. ich bin voll berufstätig und die dinge müssen nicht selten einfach einigermaßen reibungslos laufen. und ohne, dass ich hysterisch werde. geht, wenn die grundanspannung nicht zu hoch ist, ganz gut. aber als die eine weile lang dauerhaft zu hoch war, habe ich die therapie (wieder) begonnen.

ich kann professionelle hilfe beim aufarbeiten wirklich nur empfehlen. das gute an einem psychologen ist ja, dass er dinge richtig einschätzen kann. meiner jedenfalls nimmt meine kindheitsgeschichten wesentlich als ich selber - wenn da jemand noch versucht zu sagen, das war ja nun nicht sooo schlimm, dann bin das (natürlich neben meinen eltern, die finden, dass wir es verglichen mit ihnen im nachriegsdeutschland doch wirklich sehr gut hatten) eher ich. das ist auch so ein ding: welche maßstäbe legt man an. auch da ist ein profi hilfreich. für einen selber aber auch, wenn es um fragen beim eigenen kind geht.
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Invisible » 29 Mär 2013, 16:42

Ja, da habe ich es mit der Kleinen momentan etwas komfortabler, da ich noch zu Hause bin...aber ab und zu reagiere ich eben in überspannten Situationen auch hysterisch (den Begriff hast du sehr passend gewählt, ich habe immer nach dem richtigen gesucht, ohne wie eine Rabenmutter zu klingen :rolleyes: )

Kann mir gut vorstellen, wie anstrengend das alles für dich sein muss. Sei froh, dass du so einen tollen Therapeuten hast - ich habe leider zweimal ins Klo gegriffen in meiner Vergangenheit :ballaballa: . Deshalb habe ich da wohl auch das Vertrauen verloren und will nun alles mit mir allein ausmachen. Vielleicht führt mein Weg doch nochmal auf eine Couch, aber in mir wehrt sich bei dem Gedanken sofort alles dagegen und ich hätte auf Anhieb zehn Ausreden parat, weshalb das alles eh nicht klappen würde.

Du bist auf einem guten Weg, hast Unterstützung von allen Seiten (kannst wirklich froh sein, auch einen Mann an deiner Seite zu haben, der dir da auch hilft, ich beneide dich ;) ) und du eben nicht allein da stehst.

Vielleicht muss ich es auch so sehen: Womöglich habe ich durch meine freie Zeit einfach zu viel Zeit, zu intensiv über mich und mein Leben nachzudenken. Würde ich schon wieder arbeiten gehen, wäre ich bestimmt etwas abgelenkter. Aber meine Frustrationsgrenze wäre vermutlich noch schneller erreicht als jetzt, und das will ich ja nun auch vermeiden.
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Jule » 04 Apr 2013, 17:12

arielle hat geschrieben:mir geht es bei der frage, wie man die eignen kinder schützt, nicht nur um die ES - die ist ja nur ein ausdruck dafür, dass grundsätzlich etwas nicht stimmt. ich habe vor allem angst, andere ungesunde verhaltensmuster, die ich von meiner mutter übernommen habe, zu wiederholen und damit mein kind zu belasten, so wie ich belastet wurde.

ein beispiel: wir wohnten bis vor kurzem in köln, dann wurde das haus verkauft und in eigentjmswohungen umgewandelt. die neuen eigentümer wollten, dass wir ausziehen und haben stress gemacht. es war überhaupt keine frage, dass sie nichts machen konnten, dass wir vom mietrecht komplett geschützt waren. trotzdem hat mich das in eine panik versetzt, wie sie früher meine mutter hatte und ich habe ähnlich wie sie damals mit dieser angst, die alles beherrschte, meinen mann und mein kind sehr gestresst. da wiederholte sich das muster meiner kindheit. und das ist nicht gut. aber ich konnte in diesem moment einfach nicht anders, rationalen argumenten war ich völlig unzugänglich.

wie kämpft man dagegen an? soetwas kommt bei mir immer wieder vor, zwar nicht so extrem und langanhaltend wie bei der wohungssache aber dennoch.
Ich glaube, ankämpfen kannst du da nicht-aber wichtig ist es dir ein schutznetz zu bauen. Z.b einen Ordner mit Adressen zu bestimmten theme wo du keine Ahnung hats-zb hier mietrecht-z.b ne Meieterberatung. Wenn du also merkst, du wirst panisch rufst du da an und lässt dich beraten-wirst also ruhiger und zeigts gleichzeitig du kannst dir Hilfe suchen wennd u es brauchst.

d.h ich würde schauen:was macht mir Proleme, wo könnte ich panik bekommen und dann an wen kann ich mich wenden um diese Probleme zu lösen? Und diese Nummern und addressen dann sammeln. Einfach auch um ein Autonomiegefühl zu bekommen, ala "wenn ich etwas nicht alleine schaffe, dann hole ich mir hilfe und versuche das nicht alleine durchzustehen und mir vorwürfe zu machen"


etwas das SUPER SUPER SEUPER wichtig ist:

redet mit euren kindern.

Nicht s acht einen so krank wie wenne in elternkteil nicht mit einem redet und es diesem aber schlecht geht weil man glaubt, man wäre schuld. Kidner neigen dazu sich selbst als grund anzunehmen, daher IMMMER reden

wenn das thema noch zu kompliziert ist-egal, vereinfachen, es reicht zu sagen "mami geht es gerade nicht gut, aber das ist nicht deine schuld, lass uns kuscheln, wird alles wieder"
das geht auch für einen 2 jährigen. Kidner sind nämlich verdammt gut zu merken wie es ihren eltern geht. Anschweigen fühlt wie ausschluss und das schmerzt.
Ausserdem hilft sich ausreden ja auch irgendwie selbst um sich gefühlen klar zu werden.
daher..ich weß garnicht wieviel üble störungen in meiner familie hätten verhindert werden können wennd ei Frauen mütterlicherseits einfach mal miteinander geredet hätten.-..
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Invisible » 05 Apr 2013, 21:13

Jule, du hast vollkommen recht. Man muss zusehen, dass man sich die eigenen Ängste durch rein sachliche Fakten nimmt. Wissen macht stark. Man fühlt sich gewappnet(er).

Ich versuche bereits, meinem Kind zu sagen, dass es mir leid tut, dass Mama gerade krank ist oder schlechte Laune hat, dass es nichts mit ihr zu tun hat. Aber ich glaube, sie ist davon eher verwirrt, kann das natürlich noch nicht begreifen. Doch wichtig ist es schon, dass man sich entschuldigt und den eigenen Fehler eingesteht, das habe ich bisher immer so gehandhabt. Aber richtig "reden" kann man eben noch nicht mit so einem Winzling... :traenchen: Ich werde versuchen, immer offen mit ihr zu reden, auch und insbesondere später. So etwas habe ich auch nie erfahren. Ich komme auch aus einer Familie, die nicht redet, es nie getan hat und auch nie wird. Doch ich möchte es bei meinem Kind besser machen, sie soll nicht so aufwachsen wie ich!!!
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von whitelily » 13 Aug 2013, 15:40

Hallo zusammen,

finde diesen Thread echt gut & ein wichtiges Thema!

Ich bin selber Mutter von einem Kleinkind, aber denke oft darüber nach, wie es in der Zukunft aussehen könnte und wie ich mich u.a. dann erklären werde, sollte das ein oder andere auffallen. Mein Verstand sagt mir, mit einem offenen, gesundem Verhältnis und ganz viel Vertrauen zum Kind wäre eine Basis geschaffen. Ich wünsche mir im allgemein so ein Verhältnis zu meiner Tochter und man weiß nie was kommt, aber Angst habe ich auch das sie, in die eine oder andere Schiene abrutschen könnte.

Ich glaube das wenn man ein wenig wachsam ist und das Verhältnis stimmt, muss man sich vielleicht keine so großen Sorgen machen. Wir können einfach nur versuchen gute Mütter/Väter zu sein. Ich glaube sogar, gut ist schon, dass sich hier einige überhaupt Gedanken machen und nicht "zu sehr" mit sich beschäftigt ist.

Ich drücke allen Mamis ganz fest die Daumen :daumen:

LG Lily
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Nobody40 » 14 Aug 2013, 11:17

Hallo ihr lieben,

ich bin zwar noch ganz neu hier, aber ich ich bin auch eine mama und wolte mich auch mal dazu äußern.
mein sohn ist schon fast 18 jahre alt. und ich konnte ihn NICHT schützen :-( ! Vor gar nichts. das macht mich so unendlich traurig, denn ich habe sogar große schuld an an allem. Ich wollte ihn immer nur beschützen, verwöhnen, ihm alles geben was ich nie gehabt habe. immer verständnis für ihn, keine bestrafungen.... und das resultat ist: mein sohn hat sich zu einem menscheen entwickelt, den ich fast nicht mehr wieder erkenne.
Er hat vor ca drei jahre angefangen zu kiffen, hat uns die ganze zeit über belogen. obwohl ich ja wusste wie jemand aussieht derwas geraucht hatte, ich habe ihm immer geglaubt wenn er gesagt hat: mama du spinnst doch. ich hab heuschnupfen, das ist halt so..... ich habe mich sogar geschämt, dass ich meinem kind so etwas unterstelle... ich war damals selber auch sehr labil, habe eine borderlinestörung, und bin dann auch für sieben wochen in der psychiatrie gewesen... das alles hat wohl meinen sohn noch viel mehr runtergezogen. andauerne streite bei den eltern mitzubekommen , dann dreht mama komplett durch, landet in der klapse... alles dinge die ein kind erstmal verdauen muss..... also im endeffekt, habe ich meinem sohn das alles angetan!
nun bekomme ich immer noch die quittung dafür. und einmal die woche stelle ich fest, wie viel lügen in unserem leben bestehen, das ist so furchtbar. wir helfen unserem sohn wo wir können, anwalt, drogenberatung, gespräche, vetrauen... doch das hilft alles nichts.
er lebt weiterhin in der scheinwelt eines pubertirenden kiffers, (sorry die ausdruckweise! ), und lügt uns an. er lügt eigentlich alle an. und wir bekommen nur zu hören, ja das ist normal, das machen sie alle in dem zustand.....schließlich sind sie ja krank....

ja , ich wollte mein kind beschützen, habe es auch immer versucht, und mich in sicherheit gewähnt.
doch die wahrheit ist: ich habe versagt.
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von meana » 20 Aug 2013, 11:07

oh man,wenn ich dass hier alles lese bekomme ich einschlechtes Gewissen. :(
Ich bin Mama von 2 Kindern (8 und 5 Jahre),beide Maedchen.
Ich habe den 2en auch schon sehr viel zugemutet.Lange Klinikaufenthalte,schlechte Laune,schnelle Überforderung.Aber rückgängig kann ich das alles leider nicht machen.Ich versuche eine gute Mama zu sein,sie wissen zu lassen,daß ich für die 2 da bin.IMMER

Anfang des Jahres war ich auf einer Mutter-Kind Station,ohne Kinder,weil für die Große ja Schulpflicht besteht und ich nicht nur meine Kleine mitnehmen wollte,denn sonst wäre die Große beleidigt und das wollte ich nicht.
Letztenendes habe ich beide immer von Freitag bis Sonntag bei mir in der Klinik gehabt und es hat denen sooo gut getan. :)
Meine jetzige Therapeuten hat da noch in der Klinik gearbeitet und mir vorgeschlagen,daß ich zusammen mit der Großen zu ihr kommen sollte,um ihr Fragen über die Krankheit von mir zu beantworten,hat nach ihren Ängsten gefragt und mit ihr über ihr Essverhalten gesprochen.
Auch hat sie ihr erklärt,woher Mama die vielen Narben hat.
im nachhineien bin ich sehr froh,daß ich das gemacht habe und ich denke,daß es uns beiden weitergeholfen hat.
Und ganz toll von meiner Therapeutin war,daß Sie mir 3 Bücher gezeigt hat,in denen den Kindern kindgerecht erklärt wird,was Mama od.Papa hat.Wenn Interesse besteht,kann ich Euch die Titel sagen.

Ich hoffe für meine Kinder,daß sie gesund bleiben!
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Spezi » 20 Aug 2013, 11:18

ich musste mir die Frage nie stellen, da ich keine Kinder hatte und meine ES in vollen Zügen ausleben konnte.
Inzwischen ist es so, dass ich mit meinem Freund zusammen ziehen werde und ich nun beginne, darüber genau nachzudenken.
Der Mittlere hat schon leichte Esstörungen, da er auf das Ritalin ( ADHS ) so zugenommen hat, dass er sich kaum noch traut, normal zu essen.
Ich habe versucht, mit ihm zu reden.
Als es in den Urlaub ging, sagte er:
"im Meer werde ich schwimmen gehen, weil das so groß ist, dass ich mich nicht fett fühle."
Er isst wirklich wenig , aber nimmt stetig zu.
Das macht mir Sorgen, denn ich kann ja selbst nicht mal "normal" essen.
Ich hab Angst, dass er noch trauriger wird, als er eh schon ist.
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Nobody40 » 20 Aug 2013, 11:42

oh spezi, das ist wirklich schwierig.

habt ihr mal mit nem arzt darüber gesprochen?
denn ich war der meinung von dem ritalin nehmen die kidis eher ab, weil es appetitdämpfend ist, wenn man es vor dem essen gegeben hatte.

zumindest habe ich die erfahrungen gemacht, bei anderen kindern.
die haben alle durch ritalin eher abgenommen.
vielleicht hat es bei deinem andere ursachen, wie schilddrüse oder ne andere störung.
denn wenn ein kind sagt, im meer kann ich schwimmen,das ist schön groß... das ist schon echt traurig. :heul:

ich würde da wirklich noch nach anderen ursachen forschen :kopfkratz:

LG :huepf:
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von meana » 21 Aug 2013, 10:32

@Spezi

Ich schliesse mich Nobody40 an.
Lass es doch bitte von ärztlicher Seite abklären.Vielleicht hat er ja wirklich noch dazu eine Unterfunktion der Schilddrüse.
Mir ist auch von einigen Kindern,die ich durch meine Mädels kenne eher bekannt,daß sie mit dem Gewicht keine Probleme haben,sonder eher abnehmen.

Aber es kann ja auch sein,daß es bei Euch anders ist.

Ich drücke Dir bzw.Euch ganz fest die Daumen,daß ihr den Grund der Gewichtszunahme erfahrt und hoffe,daß es dann für ihn irgendeine Lösung gibt,damit er wieder mit sich zufrieden ist. :troest:
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Spiegeltier » 28 Dez 2014, 21:14

das ist ja nun alles einige Zeit her.
Wie geht es euch allen denn inzwischen mit dem Thema?


Ich muss zugebe ich zwar erstmal erleichtert als ich hörte dass mein Kind ein Junge wird. An sich weiß ich dass es quatsch ist aber mein Kopf behauptet dass es einfacher ist ihn zu schützen als ein Mädchen :ka:
das gute daran ist dass ich nach dem outing direkt viel entspannter war.

Jetzt ist mein "Plan" dass ich versuche mich so gut zu halten wie ich es geschafft habe seit ich von ihm erfahren habe. Alles andere müsste ich situationsbedingt entscheiden. kommt ja auch auf das Kind an
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Stickles » 29 Dez 2014, 08:12

Wegen zu gesund mache ich mir keine Sorge. Eher wegen Verzicht auf bestimkte Lebensmittel. Hab ja an mir gesehen, wozu das führt.

Bin noch keine Mami, planen aber ab Mitte/Ende nächstes Jahr mit Schwangerschaft. Die meiste Angst habe ich vor dem Zunehmen während der Schwangerschaft. Das macht mir mehr Sorge als die Schmerzen bei der Geburt.

Habt ihr während der Schwangerschaft zugenommen? Kann man das verhindern?
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Re: die eigenen kinder schützen

Beitrag von Spiegeltier » 29 Dez 2014, 11:13

ich habe 15kg zugenommen. Das fand ich in der ZEit aber irgendwie nicht sooo tragisch.
10kg waren direkt nach der Geburt wieder weg, die anderen 5kg eine Woche später.
Ich kenne aber auch viele die nicht zugenommen haben.

Bei der nächsten Runde (übringes auch gegen Ende nächstes Jahr geplant) ist mir das hoffentlich wieder so wurscht.

Ich denke verhindern kannst du es nicht, aber in Grenzen halten und wenn es so ist erstmal nicht ausrasten sondern schauen obs nicht vl am Wasser liegt ;)
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